Brennberg

Die Pfarrkirche in Brennberg

Die Erbauung der ersten Pfarrkirche in Brennberg, St. Rupert, ist unbekannt. Laut Gründungsurkunde wurde Brennberg im Auftrag des Geschlechts der Auer 1411 zur Pfarrei erhoben. Das Repräsentationsrecht blieb der Pfarrei Wörth vorbehalten. Der Friedhof um die Kirche herum dürfte ebenfalls aus dieser Zeit stammen. 1686 wurde das Gotteshaus Opfer eines verheerenden Brandes, der fast ganz Brennberg einäscherte. Franz Karl und Georg Konrad, Freiherr von Lerchenfeld, ließen die Kirche 1689 wieder herstellen und 2 Glocken beschaffen. 1736 wurde die Lerchenfeldsche Gruft an der Südseite gebaut. 1756 wurde der Innenraum generalsaniert. 1851 wurde mit dem Beginn der Erweiterung der Pfarrkirche begonnen. Nach deren Vollendung wurde die Kirche am 9. Juni 1860 von Bischof Ignatius von Regensburg geweiht. 1899 wurde der mit einem gotischen Treppengiebel versehene Glockenturm erhöht und zugleich mit einer kupferpatinierten Haube ausgestattet.

2006 wurde der Turm statisch gesichert und mit einer neuen Turmhaube versehen. Bei verschiedenen Renovierungen wurde unter anderem 1984 die Kirchenbestuhlung erneuert und 1992 die aus dem Jahre 1895 stammende Orgel ersetzt. Patron der Pfarrkirche ist der Hl. Rupert (24. September). Das Pfarrpatrozinium wird am nächst gelegenen Sonntag in der Pfarrkirche gefeiert. Die Pfarrkirche ist tagsüber geöffnet.

Soweit es belegbar ist, waren Brennberg und Frankenberg in der Herrschaft Brennbergs vereint. So war es auch mit der Pfarrei. 1811 wurde Frankenberg eine eigene Gemeinde, schloss sich aber noch 1971 vor der Gebietsreform freiwillig der Gemeinde Brennberg an. Eine eigene Kirche gibt es nicht, dafür viele Marterl, Bildstöcke, Kreuze und Kapellen. Eine der herausragendsten Kapellen ist die Dorfkapelle am Ortseingang von Frankenberg. Sie wurde 1932 (schon zum dritten Male) von den Bürgern Frankenbergs errichtet. Über den Grund ist leider nichts bekannt. Die Kapelle wurde vor allem während des zweiten Weltkrieges eine wichtige Gebetsstätte für die Bürger. Aus Frankenberg stammt übrigens auch Bischof Johannes Jobst, der jahrelang in Westaustralien wirkte und nun seinen Ruhestand in Patsch bei Innsbruck verbringt.

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